Silikonimplantate: Die Fragwürdigkeit „lebenslanger“ Garantien

März 4, 2011 at 10:02 am Hinterlasse einen Kommentar

Silikon-Ärzte und Hersteller von Silikonimplantaten zur Brustvergrößerung werben seit einiger Zeit mit „lebenslanger“ Garantie auf die Haltbarkeit der Silikonimplantate. Solche „lebenslangen“ Garantien sind jedoch fragwürdig. Bis vor einigen Jahren standen Silikonimplantate in der Kritik, undicht zu werden und u.a. Lipogranulome zu verursachen. Zahlreiche Frauen, die sich damals von Ärzten „sichere“ Silikonimplantate zur Brustvergrößerung empfehlen ließen, sind heute mit Silikon kontaminiert – mit teils noch unbekannten Auswirkungen auf die Gesundheit.

Zumindest rinnen heutzutage Silikonimplantate nicht mehr häufig und offensichtlich aus. Die Folgen kleinster Mengen an Silikon, die Implantate dennoch abgeben, sind aber noch unerforscht. So hat die Food and Drug Administration (FDA), die US-Gesundheitsbehörde, kürzlich auf einen Zusammenhang zwischen Silikonimplantaten und der Krebserkrankung ALCL aufmerksam gemacht.

Doch selbst dann, wenn Silikonimplantate 10.000 Jahre halten würden, ist diese Zahl trügerisch. Die meisten Silikonimplantate bleiben nämlich weit weniger als 15 Jahre im Körper. Grund für einen „Implantatwechsel“ ist heute selten eine Beschädigung am Implantat. In der Mehrzahl der Fälle sind durch das Implantat verursachte medizinische Probleme ausschlaggebend für die Implantatentfernung bzw. den Implantattausch:

  • Die Brust dehnt im Laufe der Zeit durch das Gewicht des Silikonimplantats aus. Dadurch wird die Form der Brust negativ beeinflußt und sie beginnt zu hängen. Üblicherweise werden in diesem Fall die bestehenden Implantate unter Vollnarkose durch größere ersetzt – ein Teufelskreis. Am Ende einer „Silikon-Karriere“ steht meist eine operative Bruststraffung. Wünscht die Patientin dann keine Implantate mehr, ist nach Entfernung der Implantatkapsel und des teils massiven Narbengewebes kaum noch Brust übrig. Trotzdem entscheiden sich viele Patientinnen zu diesem Schritt.
  • Eine häufige Komplikation von Silikonimplantaten sind Kapselfibrosen. Dabei erkennt der Körper das Silikonimplantat als Fremdkörper und bildet eine Gewebskapsel um das Implantat. Dadurch kann es zu Verformungen der Brust kommen. Bei der Behandlung wird das Kapselgewebe entfernt. In vielen Fällen wird erneut ein Brustimplantat eingesetzt, da durch das Entfernen der Kapsel ebenfalls Brustvolumen verloren geht.
  • Als Ursache für Kapselfibrosen wird übrigens eine Verunreinigung mit Bakterien angenommen. In mehr als 2 Prozent der Brustvergrößerungen mit Silikonimplantaten kommt es zu einer bakteriellen Infektion. Ursächlich dürfte die in Spitälern vorherrschende hohe Konzentration an resistenten Keimen sein, die auch unter „sterilen“ Bedingungen im Operationssaal vorhanden sind.
  • Manche Patientinnen lassen sich die Brustimplantate bereits nach kurzer Zeit entfernen, weil sie mit dem Fremdkörpergefühl nicht zurechtkommen. Die Narben bleiben als ewige Andenken an die Brustvergrößerung mit Silikon zurück.
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